Kriegsentscheidungen in sozialen Konstellationen: Eine by Robert Brückler

By Robert Brückler

Robert Brückler erklärt, warum sich Demokratien in Krisensituationen wie der Irakkrise 2003 so deutlich in ihrem äußeren Konfliktverhalten unterscheiden. Mithilfe eines an Max Weber orientierten soziologischen Erklärungsmodells zeigt er auf, wie die Bedingungsfaktoren für demokratische Kriegsentscheidungen in den spezifischen sozialen Konstellationen zwischen politisch-wehrrechtlichen Institutionen und außenpolitischen Kulturen zu verorten sind. Den Zusammenhang zwischen sozialer Konstellation und Irakpolitik legt er anhand der Fälle Spanien und Großbritannien dar.

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Folglich besitzen Institu- 32 2. Handeln zwischen Ordnung und Kultur tionen hier einen Doppelcharakter als Regulative und Sinnstifter des Handelns. Dies wird deutlich, wenn man präskriptive Regeln in Beziehung zu Wertideen setzt. Wertideen sorgen zunächst einmal dafür, dass ein regelkonformes Handeln auch als gutes und richtiges Handeln bezeichnet werden kann. Gleichzeitig können sie die Form „X gilt als Y im Kontext C“ einer konstitutiven Regel annehmen (Searle 1977: 58). „Die präskriptiven Handlungsregeln sind also Bestandteile höherstufiger konstitutiver Regeln, welche bestimmen, was es heißt, einen Wert im Handeln zu verwirklichen.

Dies wird deutlich, wenn man präskriptive Regeln in Beziehung zu Wertideen setzt. Wertideen sorgen zunächst einmal dafür, dass ein regelkonformes Handeln auch als gutes und richtiges Handeln bezeichnet werden kann. Gleichzeitig können sie die Form „X gilt als Y im Kontext C“ einer konstitutiven Regel annehmen (Searle 1977: 58). „Die präskriptiven Handlungsregeln sind also Bestandteile höherstufiger konstitutiver Regeln, welche bestimmen, was es heißt, einen Wert im Handeln zu verwirklichen. Diese höherstufigen Regeln definieren, was zu tun ist, um den Wert der ‚Wahrheit’, ‚Gottgefälligkeit’, ‚Wirtschaftlichkeit’, ‚Sportlichkeit’ oder ‚Ehrenhaftigkeit’ zu verwirklichen“ (Stachura 2009: 13).

Interessen (materielle und ideelle), nicht: Ideen, beherrschen unmittelbar das Handeln der Menschen. Aber: Die ‚Weltbilder‘, welche durch ‚Ideen‘ geschaffen wurden, haben sehr oft als Weichensteller die Bahnen bestimmt, in denen die Dynamik der Interessen das Handeln fortbewegte“ (Weber 1988a: 252). Ideen sind demnach immer auch interessenbezogen, sie müssen also etwas „leisten“ und umgekehrt gilt, dass Interessen immer auch ideenbezogen sind, „sie richten sich auf Ziele und bedienen sich legitimierter Mittel“ (Lepsius 2009b: 42).

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